Archiv für die Kategorie ‘Kontakte und Kommunikation’

Calling India

Januar 14, 2009

Wer nach Indien kommt, sollte sich unbedingt eine indische Telefonkarte holen. Zumindest wenn er länger als eine Woche dort bleibt.

Man braucht dafür nur seinen Pass, ein Passfoto, ein Handy und rund 500 Rupien (ca. 10 Euro). An jeder Straßenecke findet man jemand der einem Vodafone- oder Reliance-Prepaidkarten verkauft. Diese werden praktisch sofort freigeschaltet und man ist in ganz Indien erreichbar.

Dabei fällt auf wie unglaublich günstig diese Tarife sind. Ein Gespräch innerhalb des Bundesstaats kostet mit einer solchen Prepaidkarte eine Rupie pro Minute (ca. 2 Cent). Aber auch der Kontakt nach Deutschland ist ziemlich billig. So verlangt Vodafone rund 13 Cent, Reliance zwölf Cent pro Minute. Anrufe auf deutsche Handys sind nicht viel teurer. Ich war erstaunt, wie billig die Tarife sind. So habe ich für SMS-Nachrichten nach Deutschland nur 10 Cent bezahlt, für die gleiche Nachricht innerhalb Deutschlands hätte ich bei meinem O2-Tarif 19 Cent bezahlt.

Das Aufladen des Guthabens in Indien ist kein Problem. Fast überall sieht man in Indien Geschäfte mit den auffälligen Vodafone- und Reliance-Schildern. In diesen Geschäften kann man sein Guthaben sofort aufladen lassen. Das einzige Problem ist, dass man meistens nicht den ganzen Betrag gutgeschrieben bekommt; Ein Teil des Geldes wird als Servicepauschale abgezogen. Dieser Anteil nimmt aber ab, je mehr Geld man sich gutschreiben lässt. In sechs Wochen Indien habe ich ungefähr 35 Euro vertelefoniert – sehr wenig, wenn man bedenkt mit wie vielen Freunden in Deutschland ich telefoniert habe.

Auch angerufen zu werden ist in Indien nicht sehr teuer. Zumindest dann wenn der Anrufer über einen Anschluss verfügt, der Vorvorwahlen zulässt. So kostet der Anruf mit der 01047 nach Indien zurzeit nur vier Cent. Für aktuelle Tarife sollte man auf  http://www.telefontarifrechner.de nachschauen. Wer nur eine Homezone hat oder sein Festnetz über 1&1, Arcor oder UnityMedia bezieht, für den ist vielleicht Skype eine Alternative oder – für weniger Technikaffine  – der Gang in den nächsten Callshop. Auch von da kann man für wenige Cent nach Indien telefonieren.

Insgesamt ist Telefonieren in Indien eine runde Sache. Grade in den Stunden, in denen man denkt, dass man sich hinter dem Mond befindet, ist es eine große Stütze zuhause anrufen zu können und sich zu vergewissern, dass man sich nur am anderen Ende einer Telefonleitung bis nach Hause befindet.

Stern.de mit Indienaufmacher

September 22, 2008

Grad bei Stern.de vorbeigesurft. Gleich auf der Titelseite machen die mit Indien auf:

Wieder einmal der übliche Tenor – zwischen Atommacht und Tradition. In der Linkleiste verbergen sich einige profane Reisetipps, die man wohl auch mit fünf Minuten googlen finden kann. Aber mal schauen: Das soll erst der Auftakt einer zwölfteiligen Reihe sein und vielleicht entwickelt sich das Ganze noch etwas.

Link

P.S.: Hydarabad ?

Mail aus Indien IV

September 7, 2008

Hab ja versprochen bei der nächsten Mail von Rinturoy darüber zu berichten. Aber vorweg noch mal ein paar Worte zu solchen Bettelmails: Es hat nichts mit sozialer Missachtung zu tun, dass man solche Mails nicht beantwortet. Auch nichts damit, dass man sich auf Kosten eines armen Menschen sich amüsiert. Das ist leider der Tenor, den man manchmal – seitens scheinbar sozial besorgter Menschen – hören muss.

Wenn es wirklich darum ginge die Armut in Indien zu beseitigen, dann würde ich solche Anliegen unterstützen. Hier geht es aber darum, dass ein junger Mann, der offensichtlich nicht unter materieller Not leidet (er hat einen Job in einem westlichen Café + grundsätzliche Englischkenntnisse + Internetzugang), mir etwas zu suggerieren versucht, was nicht stimmt. Er täuscht mir eine akute (urgent) materielle Not vor. Er tut so als wären wir gut befreundet (my dear friend). Dass das mit der Freundschaft nicht stimmt, weiß ich. Für seine materielle Not gibt er weder Grund noch Beleg an. Mit einem Wort: Er ist zumindest teilweise ein Lügner. Dieser junge Mann fordert von mir ohne Sicherheiten und Gegenleistung einfach 100 Euro. Er gibt mir keine Auskunft auf meine Fragen nach einer Rückzahlung. Kurzum: Wenn der Kontakt nicht per E-Mail, sondern in irgendeiner dunklen Gasse wäre, könnte man von einem Raubversuch sprechen. Weitere Informationen zu dieser Form der Internetkriminalität findet man hier.

Also nachdem ich ihm mit dem Abbruch unseres Kontakts gedroht habe, wenn er mir nicht antworten würde, habe ich lange nichts von ihm gehört. Hier meine kurze damalige Nachricht:

>Rinturoy:
>I already wrote you July 24. Please check your spam filter.
>If you don’t answer my questions I cant help you.
>Goodbye.

Fünf Wochen nach meiner Nachricht kam jetzt seine Antwort:

>dear friend  adrian

>                             iam rinturoy  from you remember me  iam fine ho are you ?  you problem solved
>fort kochin good season  this month onam  season  onam is akeralian festival how is a job  ?
>how is agermany climate ‘vish you onam  by my friend  iam remember you memories  replay letter
>                                                                            by
>                                                                                    rinturoy

Angeblich sind jetzt die finanziellen Probleme gelöst („you problem solved“). Ich denke, er macht lieber einen Schritt zurück, als dass er den Kontakt zu mir verliert. Werd mir jetzt auch erst mal 2-3 Wochen Zeit lassen und mal schauen, wann er das nächste Mal wieder Geld fordert :-)

Infos zum erwähnten Onam-Fest

Mail aus Indien III

Juli 29, 2008

Ach, Rinturoy ist klasse!

Nachdem ich ihm auf seine Mail kritisch zurückgeschrieben hab, hat er meine Nachfragen gnadenlos ignoriert und mir quasi die identische Nachricht erneut geschickt.

Hier meine wirklich freundliche Mail:

>Dear Rinturoy,
>
>hearing from your financial problem makes me sad.
>Unfortunately I have no license to print money, so please tell me:
>- Wherefore do you need that money?
>- How do you want me to transfer it to you?
>- How do you want to return it to me?
>- Which securities can you offer to me?
>Maybe we will find a way to help you.
>
>Best wishes for you and your family,
>Adrian

Und hier seine wirklich uninspirierte und ignorante Antwort:

>dear myfriend adrian
>                             you get my letter   adrian please help me ihave money very urgently please help
>friend please you sent me 5000/- you please replay the letter  iam waiting for your letter

Werd ihm mal ein wenig auf den Zahn fühlen müssen :-)

Mail aus Indien II

Juli 21, 2008

Jetzt hat sich Rinturoy noch mal gemeldet. Und was will er? Trommelwirbel, tusch: Geld!
Mensch klasse! Wie schön, dass ich zuviel davon hab. Und auch „nur“ 5000 Rupien. Eine wirklich gute Idee einem Kellner, der mich zweimal bedient hat (dem ich dafür ein übliches Trinkgeld gegeben hab), mal so eben umgerechnet hundert Euro zu schicken. Zumal er sich weder Mühe gibt mir etwas über sich mitzuteilen oder der englischen Rechtschreibung zu entsprechen:

>my dear friend
> adrian
> iam rinturoy i got you letter iam writting urgent matter you help mee
> adrian i have money problem i have 5000/- rupees please sent me money
> please replay the letter
> by
> dear friend

> rinturoy

Mail aus Indien I

Juli 18, 2008

Ein Kellner aus einem Cafe in Kochi hat mir jetzt geschrieben – mal schauen was er will:

>dear my friend adrian

> my name rinturoy are you remember me my name we are meet (kochi) monte carlo
>garden cafe

Hab ihm gleich geantwortet:

>Dear Rinutoroy,
>
>I remember. How are you?
>
>Greetings,
>Adrian